Die Umrundung des heiligen Mount Kailash -
Trekking im "hintersten" Teil von Nepal und in Tibet
Eher zufällig wurde ich darauf angesprochen, mich einer persönlich bekannten Reisegruppe anzuschließen. Ich überlegte nicht lange und fuhr einfach mit.
Die Reise startete am 12.04.2000 und endete am 10.05.2000. Vielleicht war der Termin ein bis zwei Wochen zu früh, doch das trübte das anschließende Erlebnis keinesfalls.
In Kathmandu gelandet, holte uns Am Passang, ein uns bekannter Nepalese, am Flughafen ab. Er organisierte unsere Unterkunft und unser Fortkommen in Kathmandu.
Wir besichtigten die bekanntesten Örtlichkeiten im Kathmandu-Tal, bevor wir unser Trekkingunternehmen starteten.
Unter anderem sahen wir uns die Begräbnisstätte Pashupatinath (am heiligen Fluss Bagmati), die Stupa Bouddhanath, die Königsstadt Bhaktapur und eine tibetanische Teppichfabrik an.
|

Ein Sadhu in Pashupatinath.
|

Ein Opferbaum in der Königsstadt Bhaktapur.
|
|
Das Programm für Kathmandu war sehr gedrängt und ich war froh, dass die Teilnehmer die Stadt schon kannten und sie mir nur die "Highlights" zeigten.
|

Ein weiterer Sadhu in Pashupatinath.
|

Königspalast in Bhaktapur.
|
|
Insgesamt blieben wir zwei Tage in Kathmandu. Diese Zeit nützten wir zum Sightseeing und für kleinere Organisationen.
Der über der Stadt thronende Affentempel Swayambhunath und die Königsstadt Patan sind Fixpunkte bei einem Kathmandubesuch.
|

Das berühmteste Fenster Bhaktapurs, das Pfauenfenster.
|

Ein Tempel in Patan.
|
Trekking im Karnali-Tal.
Mit einer zweimotorigen Turbopropper flogen wir ca. 2 1/2 Stunden nach Simikot. Von dort starteten wir unser Trekkingunternehmen und gingen über den Pass Majagore (ca. 3200 Meter) nach Tuling (ca. 4 1/2 Stunden).
Zur Trekkingroute.
|

Am Weg von Simikot nach Tuling.
|

Eine Mühle bei Kermi.
|
|
Wir übernachteten in Zelten und wanderten anschließend ca 5 1/2 Stunden nach Kermi. Dort genossen wir die Bademöglichkeiten in den heißen Quellen.
Danach ging es zum Kloster Elbang Gompa (ca. 3050 Meter) in Yangar, wo wir eine Audienz beim bhuddistischen Klosterleiter bekamen. Nach diversen Übernachtungen in Tumkot, Yari und Hilsa hatten wir das Ziel Tibet schon fast erreicht.
|

Der Certec Pac, ein Überdrucksack für Höhenerkrankungen.
|

Aufnahme von der Korchag Monastery.
|
|
Um nach Hilsa zu gelangen, mussten wir den Nama La (ca. 4450 Meter) überschreiten. Dazu wurden wir auf den Certec Pac eingeschult, der bei akuten Höhenkrankheiten verwendet wird.
Tibet - Kailash
In Tibet angekommen, bestiegen wir die organisierten Geländewagen und konnten die Korchag Monastery besichtigen. Diese blieb bei der chinesischen Kulturrevolution (1660) unentdeckt und dadurch unbeschädigt.
|

Der Manasarovarsee.
|

Aufnahme von Chorten, Gebetsfahnen und Manimauern bei Titaburie.
|
|
Der heilige Manasarovar See war eines unserer großen Ziele. Er war noch teilweise vereist. Im Anschluss übernachteten wir in einer Herberge am Fuße der Chiu Gompa. Wir entschlossen und nicht sofort zum Kailash zu fahren. Statt dessen fuhren wir nach Titaburie, wo wir eine herrliche Sicht auf die Guarla Mandhata hatten.
|

Manisteine bei Titaburie.
|

Aufnahme vom heiligen Mt Kailash in der Nähe von Darchen, beim heiligen Platz Sershong.
|
|
Das Hochplateu, auf dem wir uns bewegten, befindet sich auf einer Seehöhe von ca 4590 Meter. Eine Höhenerkrankung verliefe ohne Certec Pac tödlich, da man ca 5 Tage brauchen würde, um in niedere Regionen zu kommen.
Die Umrundung des Kailash (gegen den Uhrzeigersinn) krönte unser Unternehmen. Für die Umrundung waren von Darchen aus drei Tage veranschlagt. Da aber noch Schnee und Eis am Weg waren, konnten die Yaks die Umrundung nicht vollenden. Am Drollma-La (ca 5620 Meter) entschlossen wir uns, die Gruppe zu teilen. Ein Teil begleitete die Yaks auf dem Rückweg, der andere Teil vollendete die Umrundung schlussendlich in zwei Tagen.
|

Im Nationalpark Chitwan.
|

Aufnahme eines Renus im Nationalpark.
|
|
Die Rückreise vom Kailash nach Kathmandu erfolgte über den Lalung La (ca 5050 Meter) - Nyalam - Zangmu und Kodari. Zur Entspannung besuchten wir zum Abschluss den Chitwan Nationalpark.
weiter
|