Marokko ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsland für Badetouristen.
Für Kenner ist es auch ein Schitouren- und Kletterziel.
Diese Bergreise wurde von uns im April 2002 selbst organiesiert. Nur der Hin- und Rückflug war über eine Reisegesellschaft gebucht.
In Agadir angekommen, bestiegen wir ein Taxi zum Busbahnhof. Von dort ging es mit dem öffentlichen Verkehrsmittel nach Marakesh. Am selben Tag fuhr uns ein Einheimischer nach Imlil, so dass wir am ersten Tag bereits eine gewaltige Strecke zurück gelegt hatten.
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Die Fahrgelegenheit nach Imlil wird beladen.
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Nach der Übernachtung in der Alpenvereinsunterkunft, werden die organisierten Mulli's beladen.
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Am nächsten Tag stiegen wir zur Toubkal-Hütte, vormals Neltner-Hütte, über Chamharouch in Richtung Süden auf. Der Weg ist vorgegeben und führt nach Aroumd durch das ausgetrocknete Flussbett. Am Ende des Wegabschnittes steigt man auf der östlichen Seite des Baches bergwärts und hält sich dann rechts, in Aufstiegsrichtung gesehen.
Zum Orientierungsausschnitt vom Hohen Atlas.
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Foto von Aroumd in Richtung Neltner
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Foto von der Neltner-Hütte
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Aufgrund des Neuschneezuwachses mit den enormen Windverfrachtungen war die Lawinengefahr sehr groß und wir konnten lediglich Verlegenheitstouren im flacheren Gelände unternehmen. Unsere geplanten Touren auf den Bigouinnossane, Akioud, Toubkal und Ras-n-Ouanoukrim waren nicht mit Erfolg gekrönt.
Ein Teil von unserer Gruppe bestieg lediglich den Tizi-n-Ouagane und begab sich mit diesem Pass zufrieden, nachdem eine Besteigung des Akioud bei schlechtem Wetter und der hohen Lawinengefahr vorzeitig abgebrochen wurde.
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Beim Aufstieg von der Neltner-Hütte in Richtung Tizi-n-Ouagane
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Windfahnen am Pass
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Allgemein muss gesagt werden, dass das vorhandene Kartenmaterial sehr dürftig und ungenau ist. Für einen erfahrenen Alpinisten sind die Routen zu den Gipfeln aber klar erkennbar und vorgegeben. Zudem geben die Einheimischen auch Ausünfte über die Tourenmöglichkeiten.
Die Toubkal-Hütte ist sehr gut ausgestattet und bewirtschaftet. Über den Tourismusverband kann man die Telefonnummer erfragen.
Nach den Schitouren im Hohen Atlas organisierten wir uns einen Geländewagen und lernten das Land Marokko weiter kennen.
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Mit einfachsten Mitteln werden Kunstwerke vollbracht (Altstadt von Marakesh)
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Kasbah in Delue
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Bei der Rundreise besichtigten wir auch die Kultstätte Ait Ben Haddou und sonstige Sehenswürdigkeiten von Marokko. Insgesamt legten wir im Geländewagen ca. 2.500 km zurück.
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Die Filmstätte Ait Ben Haddou
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Das "Gehirn" Marokkos bei Oudinar
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Die Todra-Schlucht ist mit Bohrhaken übersäht und für Kletterer eine schöne Abwechslung in der Steinwüste.
Wir passierten anschließend einige Oasen und kamen schlussendlich zu den größten Dünen Marokkos bei Merzouga. Diese Sanddünen sind schön zu bewandern, man sollte aber unbedingt auf seinen Standort achten, da man in den Dünentälern sofort die Orientierung verlieren kann.
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Die Todra-Schlucht
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 Die Sanddünen bei Merzouga
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In Küstennähe ist das Land fruchtbar. Die Ziegenbäume sind allgegenwärtig.
Bei Tafraout besichtigten wir noch die dortigen Steinformationen, die durch einen Künstler eingefärbt wurden. In diesem Gebiet trifft man auch auf Schlangen und Skorpione!
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Die Kletterkünste von Ziegen an einem Ziegenbaum
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Die bemalten Steinformationen bei Tafraout
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Zum Abschluss der Reise besichtigten wir noch die Hafenstadt Essaouria.
Abschließend möchte ich bemerken, dass es im arabischen Raum ein Leichtes ist, sich alles selbst zu organisieren. Grund dafür ist die Geschäftstätigkeit der freundlichen Araber. Ein Reisebüro hätte diesen vierzehntägigen Urlaub nicht schöner veranstalten können!
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